Wie alles begann

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Start 2002

Im April 2002 bekam der Seniorenbeirat der Stadt Koblenz die Zusage vom Landesministerium für Arbeit und Soziales RLP zur Beschaffung von PCs für die Seniorenarbeit. Der Zuschuss reichte zur Beschaffung von 3 PC inklusive Software und deren Vernetzung. Ende 2002 war das kleine Netzwerk endlich betriebsbereit.
Anfang 2003 wurde nach "feierlicher Eröffnung" durch den Oberbürgermeister und Beteiligung der örtlichen Presse der Unterrichtsbetrieb mit den ersten 4 ehrenamtlichen PC-Trainer in den Räumen des Seniorenbeirates aufgenommen. Durch Pressemitteilungen und Mund zu Mund Propaganda wurden wir mit Teilnehmermeldungen buchstäblich überflutet.
Unsere Warteliste umfasste bis zu 60 Personen!

Erweiterung

Weitere Presseveröffentlichungen führten zu weiteren PC-Trainer und neuen Sponsoren (zwischenzeitlich arbeiten 12 ehrenamtliche PC-Trainer).
Zu den Sponsoren zählen neben dem örtlichen Stromlieferanten / Nahverkehrsbetrieb auch eine Netzwerkberatungsfirma, eine Seniorenresidenz, eine örtliche Krankenkasse ein selbstständiger PC Netzwerkadministrator eine Netzwerkunterstützungsfirma und einige Privatpersonen, die uns fehlende PCs, Bildschirme, Drucker, Kabel und Arbeitsstunden spenden. So konnten wir im Nachbargebäude der DRK Begegnungsstätte ein weiteres Netzwerk für ein von uns betriebenes Internetcafe aufbauen.
Durch die weiteren Meldungen von PC-Trainer waren wir nun in der Lage, den Lehrbetrieb für Anfänger auf alle Tage der Woche auszubauen. So konnte dann auch die lange Warteliste abgebaut werden. Aber schnell stieg die Anzahl der Wartenden wieder auf 25 Personen. Auch hier gab es eine Lösung indem wir einen Kurs mit 12 Personen "auslagern" konnten.  Die T-Com in Mühlheim-Kärlich stellte uns bis Anfang 2005 ihren Schulungsraum zur Verfügung.
Ende 2005 wurden wir gefragt ob wir einen PC-Kurs für Senioren  in der Hayschen Stiftung durchführen können. Nach Gesprächen mit der Heimleitung und Installation neuer Soft und Hardware war es im Juni 2006 endlich soweit und der Kurs konnte beginnen. Nun freuen sich auch dort Senioren endlich in die Geheimnisse des Internets und der Textverarbeitung einsteigen zu können.
Die Kapazität des kleinen aber feinen Schulungsraumes in den Räumen des Seniorenbeirates an der Liebfrauenkirche lag leider nur bei maximal 6 Personen.
Dort halfen wir Vormittags und nachmittags (an fast allen Wochentagen) jeweils 2 Stunden. Während dieser Zeit war oft auch das Internetcafe im Nebengebäude (DRK-Begegnungsstätte) geöffnet, damit Senioren die keinen eigenen PC besitzen, die Möglichkeit haben weiter zu üben.
Im Juli 2010 haben wir einen neuen Trainingsraum im Ausbildungszentrum 13 - Deutsche Telekom - in der Blücherstraße 6 in Koblenz Rauental bezogen. Mit neuer Ausstattung haben wir auch hier die Möglichkeit, 6 interessierte Seniorinnen und Senioren am Computer zu begleiten.

 

Flotten Mäuse

Die "Flotten Mäuse" haben sich das Ziel gesetzt, Seniorinnen und Senioren den Einstieg in die Welt der neuen Medien zu erleichtern. Wir wollen Bindeglied und nicht Konkurrenz für örtliche Bildungseinrichtungen wie z.B. VHS sein.
Besonders älteren Menschen wollen wir den Computer als selbstverständliches Instrument ihres Alltags aktiv und kreativ ohne Berührungsängste und Lernzwang, näher bringen. Der Weg ist das Ziel!
Derzeitiges Alter der Senioren: 50 bis über 90 Jahre (über 95 % Damen). Wir setzen nicht voraus, dass die Senioren einen eigenen PC besitzen, haben aber die Erfahrung gemacht, dass ohne eigener PC die Vermittlung des Lernstoffes schwieriger ist, weil die notwendige ständige weitere Übung fast nicht möglich ist.

Zielsetzung

Das selbst gesteckte Unterrichtsziel erreichen wir, mit der Erfahrung unserer (PC-Trainer),
die ihre Erfahrung, Wissen und Können aus dem Berufsleben oder Ihrem Hobby in unsere Kurse einbringen. Der Weg ist das Ziel! Zeit spielt nur eine untergeordnete Rolle!
Überwiegend Rentner und Pensionäre im Alter von 60 bis 75 Jahren (Beamte; Ingenieure; Techniker; Handwerker; Soldaten; Betriebsleiter; Pfarrer i.R. und Bankkaufleute)
Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, das auch ältere und nicht mehr im Berufsleben stehende Menschen den Computer und das Internet als nützliches "Werkzeug" für sich entdecken und an der rasanten Entwicklung zur Informationsgesellschaft teilhaben.

Kontakte

Im Vordergrund steht dabei ohne Leistungsdruck, mit Freude und im jeweils persönlichen Zeitmaß sich den neuen Medien anzunähern und mit ihnen umzugehen. Dabei spielen gegenseitige Hilfe und Erfahrungsaustausch zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen eine große Rolle; Berührungsängste vor der neuen Technik werden abgebaut. So wächst schrittweise die Kompetenz mit "Multimedia" umzugehen.
Gerade wenn die Mobilität einmal eingeschränkt sein sollte, bieten Computer und Internet gute Möglichkeiten geistig beweglich zu bleiben, freie Zeit aktiv zu gestalten und die Chance sich die Welt "ins Haus zu holen".
Auch der zwischenmenschliche Kontakt kommt nicht zu kurz, denn nach ein paar Monaten bilden sich kleine Gemeinschaften, die sich auch außerhalb der Kurse zu einem Schwätzchen im Senioren-Internet-Cafe der DRK Begegnungsstätte treffen können.


PC-Trainer

Auch für die PC-Trainer ergeben sich für den "Unruhestand" über dieses Betätigungsfeld ganz neue positive Perspektiven. Die Weiterbildung der PC-Trainer findet derzeit im Wesentlichen in gegenseitigem Erfahrungsaustausch statt. Weiterhin konnten wir auch auch drei PC-Trainer als "Multiplikatoren" mit Landesmitteln an einer externen Weiterbildungseinrichtung weiterbilden lassen. Damit steigerten wir auch unsere Effizienz im Unterricht!
Es bestehen gute Kontakte und Informationsaustausch zu Seniorenweiterbildungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
Wir arbeiten kontinuierlich auch an der Verbesserung unserer Homepage.
Weitere Ziele sind kleine Workshops für Senioren.
Im Frühjahr 2006 haben wir mit der Bildbearbeitung begonnen und werden diese Workshops im Herbst 2006 wieder anbieten, da die Nachfrage immer noch entsprechend groß ist.
Weitere Workshops sollen folgen. Hier denken wir an Themen wie:
Soft / Hardwareinstallation sowie Sicherheit im Internet.

Sponsoren

Um diese Vorhaben und den Betrieb des bisher in Eigenleistung aufgebauten Netzwerkes umzusetzen, war und ist die Gewinnung von Sponsoren zur Unterstützung unbedingt notwendig. Hard- und Software unserer Anlagen bedürfen laufender Pflege und sind sehr kostenintensiv!
Auch der Ausbau von Kontakten mit anderen Senioreninitiativen auf Landes und Bundesebene zur gegenseitigen Unterstützung ist mittelfristig ein weiteres Ziel.